Paul Fröhlich
 
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aus FEHLERN lernt man..
 
 
Liebe Hundefreunde,
 jetzt möchte ich mich ausnahmsweise
zu Wort melden, obwohl ich Paulchen versprochen habe,
dass er diese Webseite alleine gestalten darf...
aber beim Thema HD (und Ernährung) möchte ich doch gerne
von Rudelführer zu Rudelführer sprechen.
 
Es hat uns wirklich kalt erwischt, niemand dachte bei Pauls
erstem Humpeln an HD, auch beim zweiten mal noch nicht;
er ist ein dermaßen fröhlicher und quicklebendiger Vertreter seiner Rasse,
dass uns ein Vertreten, Verstauchen oder auch eine Überlastung
(wie der erste Arzt meinte) völlig logisch erschien.
Es ist nur einem Zufall zu verdanken, dass ein zweiter Arzt
nach seinem "Bein", besser, nach seiner Hüfte, guckte - und die Hände über dem Kopf zusammenschlug. Röntgen, Befund und Termin in der Tierklinik gingen in wenigen
Tagen über die Bühne.
Nun, JETZT, nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist,
wissen wir einiges mehr über erste Anzeichen, Prophylaxe,
Ernährung, Haltung, Aufzucht, Vorsorgeröntgen und Behandlung.
.
Alles, was uns im Nachhinein aufgefallen ist -und unsere Erfahrungen,
möchte ich gerne hier weitergeben, vielleicht hilft es dem einen oder anderen,
Pauls schmerzhafte Erfahrungen NICHT machen zu müssen:
 
Erstens: Wir haben uns (natürlich) den dicksten tolpatschigsten
 Welpen aus dem Wurf ausgesucht (oder er uns..?)
Woraus man ableiten kann, dass er keine Probleme hat, sich gegen die Geschwister
am Napf durchzusetzen und ein kleiner "Haudegen" ist, oder, netter gesagt,
über eine gewisse innere und auch äußere Stärke verfügt.
HEUTE wissen wir, dass Welpen, die besonders "charakterstark" sind, eine besonders konsequente und aufmerksame Erziehung brauchen. Dafür braucht man Zeit,
Geduld und Nervenstärke. Darüber hinaus sind Welpen, die schnell wachsen,
mit besonderer Sorgfalt zu beobachten. Zu schnelles Wachstum, bei dem
 die Gelenke kaum mitkommen, ist ausgesprochen HD-fördernd.
Hunde sollten in Ruhe und schlank an Gewicht zunehmen,
 ohne "hoch gehungert" zu werden, auch wenn das Erwachsenwerden somit
vielleicht 2-3 Monate länger dauert.
 
Die Gefahr, dass ins Kraut schießende Hunde Gelenkprobleme bekommen,
wird definitiv von viel zu vielen Ärzten unterschätzt!
 
BITTE informieren Sie sich genauestens, was für die jeweilige Rasse noch als normal gilt
und stellen Sie besser zu früh als zu spät auf "Erwachsenenfutter" um
 
 Zweitens: Da Paulchen versuchte, uns zu erziehen und seinen Willen durchzusetzen,
riet uns der TA dringend zu einer Frühkastration..
"denn wir würden mit unserem Hund, einem Alpha-Tier, sonst nicht fertig"..
HEUTE wissen wir, dass eine konsequente Erziehung mit ruhiger Hand,
das Problem hätte lösen müssen. Wer das Maß an Autorität nicht findet,
um sich als Rudelführer durchzusetzen, sollte besser ganz die Hände
von Welpen lassen. Eine Kastration "um ihm den Schneid abzukaufen" ist
mit Sicherheit die letzte Wahl der Mittel bei ungebärdigen Rüden.
Der gesamte Hormonhaushalt des jungen Hundes wird durch die Kastration
aus der Bahn geworfen, was einigen Krankheiten, bis hin zur HD, Vorschub leistet.
Dass andere Hunde ihn lebenslang nicht für voll nehmen und dominieren wollen,
ist für seine Psyche auch eine nicht zu unterschätzende Belastung.
Ich höre unseren damaligen TA noch sagen: Dann bleibt "er" ein Leben lang ein Kasper..
DAS fanden wir nicht schlimm, aber über die Gefahren einer Kastration,
wurden wir NICHT aufgeklärt. Lassen Sie keinen Hund
wegen leichterer Führbarkeit kastrieren, es ist wirklich unverantwortlich!
Das Geld dafür investieren Sie lieber in eine gute Hundeschule.
 
Aus medizinischer Sicht ist die „Kastration“ der Hunde und Katzen
(strenge Maßstäbe angelegt) überhaupt nicht zu verantworten:
Die, ihrer Keimdrüsen beraubten Tiere nehmen erheblich an Gewicht zu.
 Irgendwann funktioniert ihre Schilddrüse nicht mehr so richtig, Gelenks- und Wirbelsäulenerkrankungen und andere Leiden treten in Erscheinung.
Tierklinik-HH-Rahlstedt.de
 
Drittens: Wir fanden unseren Dielenboden natürlich optimal zum Säubern,
ein kleiner (aber eben auch ein großer) Hund,
schleppt ja schon eine ganze Menge Schmutz ins Haus..
HEUTE wissen wir, dass alle glatten Böden für Hunde, besonders
während der Wachstumsphase "Gift" für die Gelenke sind, denn sie
müssen sich beim starten und landen weitaus mehr anstrengen,
als auf einem "griffigen" Bodenbelag.
 
Viertens: Paul hat, wie auf den Inhaltsangaben der Hersteller steht
(Welpenfutter...bis zum 12ten Monat), eben auch das ganze erste Jahr
gutes, "gehaltvolles" Welpenfutter bekommen.
(Zum Glück haben wir nicht auch noch mit Pillen und Pasten nachgeholfen.)
HEUTE wissen wir, dass man Hunden, die sehr schnell wachsen,
Welpenfutter nur in den ersten 3-4 Monaten geben -
 und keinesfalls auch noch Zusätze ins Futter mischen soll.
 
Wenn man sich denn auf die Industrie verlassen möchte...
(und wir raten heute, aus unserer Erfahrung, dringend davon ab)
enthält Welpenfutter normalerweise alles, was ein Hundekind braucht.
Das frühe Umsteigen auf "normales" Trockenfutter verlangsamt zumindest
den Wachstumsprozess - und verschafft den Gelenken etwas mehr Zeit, sich auszubilden.
(siehe auch Ernährung)
 
Fünftens: Das Röntgenbild, das wir bei seiner Kastration im siebten
Lebensmonat haben anfertigen lassen (weil er ja sowieso in Narkose lag),
und das quasi keine Anzeichen von HD aufwies (rechts HD-frei, links auch nur
ganz eventuell.. und wenn, dann ganz minimal) gab uns falsche Sicherheit.
HEUTE wissen wir, dass nur das so genannte "Stressröntgen"
einen Aufschluss darüber gibt, ob eine Neigung zur HD besteht.
Es soll Ärzte geben, die eine Lockerheit der Hüften, mittels Tastbefund,
nach einem Dutzend Lebenswochen feststellen können,
aber ich halte Sie für Ausnahmen.
 
Sechstens: Ach, ist das ein hinreißender kleiner Tolpatsch, schau mal,
wie er streckenweise über die Wiese "hoppelt", da müssen doch
Kaninchengene mit im Spiel sein....
HEUTE wissen wir, dass das leider überhaupt nicht komisch ist,
auch wenn es so aussieht, und dringend eine Untersuchung gemacht werden sollte.
 
Siebtens: Sonntags gibt es "Sonntagsbrötchen"...
und wer könnte seinem Liebling schon widerstehen, ihn nicht daran teilhaben zu lassen.
HEUTE wissen wir, dass zumindest Hafer auf den Index gehört,
bei anderen Getreidesorten sind sich viele Ärzte noch relativ uneinig,
aber wir haben den Eindruck gewonnen,
dass jedwelches Getreide einem Hund weitaus mehr schaden als nützen kann,
In fast jeder Trockennahrung sind 10-90% Getreide enthalten,
wobei nicht spezifiziert wird, wie hoch der Haferanteil ist.
Mittlerweile gibt es getreidefreies Futter problemlos zu kaufen,
und es ist wirklich nicht wesentlich teurer als anderes Futter, --
wenn man denn "den Weg der toten Nahrung" weiter beschreiten möchte.
 
Vielfach liegt das Futtergetreide jahrelang, mit Pestiziden u.ä. behandelt
und haltbar gemacht, in Silos, bevor es verarbeitet wird.
 
Achtens: Was haben wir doch für einen ausdauernden kleinen Hund,
und wie schön er nach jedem Spaziergang schläft, wie ein kleines Murmeltier..
HEUTE wissen wir, dass man die Spaziergänge mit einem
jungen Hund keinesfalls übertreiben darf
(siehe Dr. Flückinger,Uni-Zürich) und übermäßiges Schlafen
ein Vorzeichen von HD sein kann, da Hunde sich über ihr
Schlafverhalten intuitiv extrem schonen.
 
Neuntens: Ach, wir brauchen keine Hunde-Krankenkasse,
Paul ist so pumperl gesund, und es wird ja wohl nicht ausgerechnet uns erwischen...
HEUTE wissen wir, dass man mit 7-15Euro monatlich das Kostenrisiko
verringern, und mit 30€ monatlich gegen Null setzen kann
(..uns nimmt nur niemand mehr..).
Sie sollten nur unbedingt auf den Leistungskatalog achten
der ist von Versicherung zu Versicherung sehr unterschiedlich!
 
Ein Hundesparbuch, auf das man monatlich 20-50€ einzahlt,
ist auch eine gute Möglichkeit einer Tierarztrechnung zu begegnen.
Sollte es nicht gebraucht werden, hat man den Vorteil,
das Gesparte  genüsslich mit seinem Vierbeiner gemeinsam verjubeln zu können.
 
Dass wir einen "Bauernhofhund" zu uns genommen haben, wurde uns
 jetzt oft zum Vorwurf gemacht, da die genetischen Dispositionen
dieser Hunde vielfach hinter denen der "echten" Züchter hinterher hinken sollen.
Nun, eine Garantie gibt es ja leider nie, selbst wenn die Eltern, und bestenfalls
die Verwandtschaft (des Hundes..) HD-frei sind, kann der eigene Liebling betroffen sein.
HEUTE wissen wir, dass es zuvorderst darauf ankommt, sich die "Züchter "
-und die Elterntiere anzuschauen, sich zumindest zu vergewissern, dass die Welpen
keine Opfer einer Wurffabrik sind. Kein verantwortungsvoller Züchter wird Ihnen Einblick ins Zuchtbuch verweigern und sich vor allem nicht selbst vergewissern wollen,
in wessen Hände sein Welpe kommt.
Wenn Sie den Welpen -gegen Bares- beim ersten Besuch direkt mit nach Hause
nehmen können, sollten sich Ihnen spätestens jetzt die Ohren aufstellen.
 Lassen Sie sich schon gar nicht von einem Welpen verzaubern, der aus undurchsichtiger
oder sichtbar mangelhafter Haltung kommt. Es ist ja eine Schande, dass man so etwas
 raten muss, aber nur OHNE Nachfrage nach diesen armen Seelen,
könnte sich etwas positiv ändern, denn UNSER Mitgefühl ist des Hunde-Vermehrers
lukratives Geschäft! Zweimal im Jahr ca.6 Welpen à 500€ = 6000€ pro Hündin...
 
Uns hilft oben genanntes nicht mehr.
Wir können jetzt nur noch Paulchens linke Seite im Auge behalten und hoffen,
dass die Futterumstellung und alles, was wir versuchen, so viel Gutes bewirkt,
dass das zweite Gelenk noch lange hält.
 
Wer etwas zum Thema HD beitragen kann und möchte,
 der sei herzlich gebeten, das hier zu tun: 
 happydogsday@aol.com
oder seine Erfahrungen im Gästebuch zu hinterlassen.
 
>>
 
Folgende Kritik von Hans Meier (Tierheilpraktiker) möchte ich veröffentlichen. Manches widerspricht dem, was Dr. Müller schreibt, oder mir die Klinik Duisburg mitteilte.
Punkt 3, 6 und 10 sollten Sie sich meines Erachtens ausdrucken!

Aber lesen Sie selbst:


Ihre Fehlerseite finde ich toll, wirklich! Sie stehen dazu, aus Nichtwissen o.ä. anfangs was falsch gemacht zu haben. Aber die Rückschlüsse, da habe ich einige andere Meinungen:

1.)der dickste Welpe muss nicht automatisch schnell wachsen. Hunde müssen auch nicht in Ruhe mager groß werden (dann haben Sie nämlich zum Schluss einen kranheitsanfälligen Kümmerer). Wichtiger ist es, den Welpen entsprechend seines Wachstumspotentials zu ernähren und eben nicht "hochhungern" zu lassen.

2.)Dielenboden trainiert auch die Beinmuskulatur

3.)Welpenfutter enthält nicht alles, was ein Hundekind braucht. Durch zuviel Energie im Welpenfutter wachsen die Hunde mit Welpenfutter zu schnell und sind oftmals hyperaktiv

4.)Stressröntgen ist genauso wie jedes andere Röntgen vor 12 Monaten nichts sagend über die tatsächliche HD, da sich alles noch im Wachstum befindet und auch zum Guten ändern kann. Befunde vor 12 Monaten stimmen zu 75% nicht.

6.) Trockenfutter besteht immer aus Anteilen Hafer. Der Gesamtgehalt an Getreide im Trockenfutter ist immer über 90%, egal welches noch so tolle Futter man Ihnen da empfiehlt.

7.) Hunde laufen i.d.R. ca. 30km(!) am Tag. HD hat damit wenig zu tun! Ganz im Gegenteil: Das Lauftraining festigt Sehnen und Bänder, so dass diese Mehr Last vom HD-Gelenk übernehmen können. Außerdem stimuliert die Bewegung das Wachstum der Knochenzellen, so dass die Gelenke belastungsfähiger werden. Die genetische Fehlstellung wird weder mit mehr noch mit weniger Bewegung besser oder schlechter. Was man nicht tun sollte ist Hunde unter 12 Monaten ans Fahrrad zu nehmen. Dieser Lauf "unter Last" schadet nun wirklich.

8.) Hundekrankenversicherungen sind was für Reiche! I.d.R. verursacht ein Hund durchschnittlich ca.100 Euro Tierarztkosten pro Jahr. Legen Sie einfach die 30 Euro pro Monat auf ein Hunde-Sparkonto bei Ihrer Bank an. Bei einer derzeitigen Lebenserwartung von 15 Jahren macht das 5400 Euro und im Ernstfall können Sie damit zumindest einen Teil der Tierarztkosten decken oder dem Hund nach seinem Tod eine entsprechende Ruhestätte bieten.

9.) Bauernhofhunde sind weder schlechter noch besser als Hunde vom Züchter!

10) HD ist zum Großteil Fütterungsbeeinflusst. 60% jeder HD ist durch die Fütterung von knorpelhaltigem Fleisch (Kalbsknochen, Kehlköpfe...) positiv zu beeinflussen. Die Fehlstellung bleibt, aber durch mehr Knorpel im Gelenk werden die Knochenzacken überdeckt und es tut nicht mehr weh. Außerdem straffen sich die Sehnen und Bänder und übernehmen so einen großen Teil der statischen Last des Hüftgelenkes. Vor einer Hüft-OP, egal welcher, würde ich erstmal den Einfluss der Ernährung ausschöpfen und für den Rest helfen dann an kritischen (nasskalten) Tagen (nicht täglich, nur bei Bedarf!) diverse Präparate.

Ich hatte auch einen Hund mit HD. Der ist ohne jegliche OP oder Medikamente 16 Jahre alt geworden. Nur an einigen Tagen im letzten Lebensjahr benötigte er etwas "Schmerzmittel". Ich hatte ihn die ganzen Jahre nur mit knorpelhaltigem Fleisch gefüttert.


Mit freundlichen Grüßen

Hans Meier
 

 
>>
 
 
 
 
Es dauert circa ein 3/4 Jahr,
bis die Hasengene
rausgewachsen sind..
 
..und es ist bei Paulchen
noch viel  schneller gegangen
 - hätten wir doch vorher gewusst, dass man auf dieses "Schnellwachstum" mit Futterumstellung
reagieren muss!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

...Seit vielen Jahren versuchen wir unseren Kunden, die ihre Hündin „kastrieren“ lassen wollen, dazu zu überreden, ihr wenigstens einen Eierstock zu belassen. Diese Praxis hat sich bewährt: Keine Blutungen mehr während des Zyklus
(bei vollständig entfernter Gebärmutter)– die Tiere bleiben schlank und vital.
Bei Rüden sind wir dazu übergegangen,
das zu tun, was in der Humanmedizin üblich Praxis ist: die Unterbrechung des Samenstrangs. Auch hier ist zu beobachten, dass die Tiere schlank und vital bleiben.
Diese chirurgischen Eingriffe bei Hündinnen und Rüden sind wesentlich unkomplizierter als die in der Tiermedizin üblichen radikal-chirurgischen Vorgehensweisen – und deshalb auch sehr viel preiswerter."

Zitat aus http://www.kritische-tiermedizin.de/2007/Mord_und_
Totschlag.html
 
 
auf ein Wort:

Kranke Hunde sollen, besser, dürfen sich nicht vermehren, ganz klar.

Die Welt ist reich genug an armen Hundeseelen, die ein Zuhause dringend brauchen.

ABER Kastrationen sollten NUR bei ausgewachsenen Hunden vorgenommen werden, sofern es medizinisch unabdingbar ist. Gegen ungewollte Vater und Mutterschaften reicht eine "Samenstrangdurchtrennung" oder ein Plastikhöschen in der Regel aus.

Bitte überlegen Sie immer, welch SCHWEREN Eingriff Sie vornehmen lassen -und lassen Sie sich gründlich aufklären. Nur, weil es gang und gäbe geworden ist, ein Tier dieser OP zu unterziehen, ist es noch lange nicht zwingend angebracht!!

Eine Kastration macht aus keinem Raufbold einen handzahmen Hund und ist keinesfalls ein Allheilmittel gegen eine eventuelle Rudel-Führungsschwäche!!
Wer also, wie wir, auf den derart schlechten Rat eines vermeintlich "wohlmeinenden" Arztes hört, verliert mit Sicherheit mehr als er gewinnt.

Und wer von dem natürlichen Lauf der Dinge bei einem Hundemädchen nicht gestört werden möchte, der möge den o.a. Artikel von Dr. Schrader noch ein zweites mal lesen...

 
Auszug aus einer Email
von Herrn Dr. Koch,      
der nachdenklich macht:

Sehr geehrte Frau Schneider,

....Ich habe ihre interessante Webseite kurz überflogen. Zu einem Thema habe ich dann schon noch eine Bemerkung.
 
Es steht, dass in früheren
Zeiten auch keine Industrie für Futter notwendig war und die Tiere auch alt wurden. Nur: vor 50 und 100 Jahren waren die Rottweiler nicht 60 kg sondern 30 kg schwer, gab es nicht
900 g schwere Yorkshire Terrier, hatte die Bulldoggen nicht solch kurze Schnauzen oder die Mastinos keine 50 cm breite Brustkasten. Auf was ich hinaus will: der Mensch hat den Hund zu dem gemacht, was er heute ist. Wenn Sie wissen möchten, wie der Hund aussähe, wenn
der Mensch nicht so rasant in die Zucht eingegriffen hätte,
dann gehen Sie in den Wald und suchen den Wolf. Ich möchte die Zucht nicht kritisieren, denn sie hat auch vieles Positives gebracht und vor allem dem Menschen Freude und Gesundheit. Aber es gibt halt auch die Kehrseite der Medaille, die da heißt: Spezialfutter, Spezialtraining im Welpenalter, kürzere Lebensdauer, frühere Ellbogen- und Hüftprobleme, Tumoren, Atemwegs-probleme,Patellarluxationen und vieles mehr. Auch wir Menschen würden die meiste Zeit im Spital verbringen, wenn wir zum Beispiel innert 30 Jahren eine Durchschnittsgröße von 2m 20cm hätten. Das muss man halt auch so mal betrachten, auch wenn es nur ein Anstoß zu einer Diskussion über Philosophie ist.

Mit freundlichen Grüssen,
Daniel Koch

Daniel Koch, Dr. med. vet. ECVS